Ausschreibungsdetails
Diese Ausschreibung richtet sich ausschließlich an eingeladene Antragsteller:innen und adressiert grundlegende Forschungsfragen zur Verbesserung des Verständnisses postakuter Infektionskrankheiten wie ME/CFS. Ziel ist es, kollaborative Konsortien zu fördern, die innovative Forschungsprojekte entwickeln und dabei auf vorläufigen Daten aus der ersten WWTF-Förderrunde aufbauen.
Inhaltlicher Fokus der Ausschreibung
Gefördert werden kollaborative Konsortien, die entscheidende Wissenslücken im Bereich postakuter Infektionskrankheiten schließen – mit besonderem Schwerpunkt auf Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronischem Fatigue-Syndrom (ME/CFS).
Gesucht werden innovative Forschungsansätze, die das aktuelle Verständnis in folgenden Bereichen erweitern:
- Ätiopathogenese
- Diagnostik
- Therapeutische Interventionen
Die Projekte sollen neue, bislang wenig erforschte Fragestellungen adressieren und strategisch auf den Ergebnissen der ersten WWTF-Förderrunde aufbauen. Dabei wird insbesondere Wert auf die Integration experimenteller und klinischer Methoden durch interdisziplinäre Teams gelegt.
Erfolgreiche Anträge müssen eine enge Zusammenarbeit zwischen:
- Forschenden
- Patient:innenvertretungen
- weiteren relevanten Stakeholdern
nachweisen.
Interdisziplinäre Kooperationen, die unterschiedliche wissenschaftliche Expertisen bündeln, werden ausdrücklich begrüßt.
Obwohl ME/CFS im Mittelpunkt steht, sind auch Projekte willkommen, die andere postakute Infektionskrankheiten untersuchen – insbesondere solche, bei denen post-exertionelle Malaise (Belastungsintoleranz) ein zentrales Symptom ist. Ziel ist es, Durchbrüche zu beschleunigen, die sowohl die Versorgung der Patient:innen verbessern als auch das wissenschaftliche Verständnis dieser komplexen Krankheitsbilder voranbringen.
Wer kann sich bewerben?
- Bereits geförderte Principal Investigators (PI) oder Co-PIs aus dem WWTF Call 2024 „Understanding ME/CFS“ (ein Antrag pro Team)
- Kernforschungsteam mit bis zu drei Principal Investigators (PIs)
- Der koordinierende PI muss an einer Universität oder außeruniversitären Forschungseinrichtung in Wien tätig sein
- Co-PIs können auch außerhalb Wiens angesiedelt sein
Projektdauer
- 24 bis 36 Monate
Förderung
- Gesamtvolumen der Ausschreibung: € 2 Millionen
- Projektbudget: € 500.000 – € 1 Million
- Förderfähig: Personal- und Sachkosten
- Max. 40 % Sachkosten
- Max. 30 % der Mittel außerhalb Wiens
- Bis zu 20 % Overheadkosten
Zeitplan
- Einreichfrist: 23. Juni 2026, 14:00 Uhr (CET)
- Förderentscheidung: voraussichtlich Oktober 2026
- Projektstart: spätestens Januar 2027
Verfahren
- Begutachtung durch internationale Jury
- Internationales Peer-Review-Verfahren
- Einreichung über das WWTF Funding Portal
Weitere Informationen:
https://wiki.wwtf.at/link/988#bkmrk-international-jury-i